Pfiffige Ideen für Schiedsrichter - Oliver Mayer übernimmt Amt des Vereinsschiedsrichterwartes

SX7A6507Über ein Jahrzehnt sorgte Handballschiedsrichter Urs Mücke auch abseits der Spielfläche für (organisatorische) Ordnung im Team der TSV Schiedsrichter. Zur Jahreshauptversammlung im März übergab er nun den Staffelstab an seinen Schiedsrichterkollegen Oliver Mayer. Wir haben beide in virusbewegten Zeiten online getroffen.

Ungewohnt einmal nicht zum Plausch in der Halle zusammenzukommen, oder?

Olli: Ja, das ist es. Aber die aktuelle Situation fordert auch von Teamsportlern entsprechende Einsicht.

Urs: Digitale Technologien bekommen jetzt Rückenwind. Vielleicht ist auch dieses Online-Gespräch nur ein Vorbote neuer Formate.

Wie meinst Du das? 

Urs: Wir werden, ähnlich wie es in anderen Sportarten schon vorangetrieben wird, auch im Handball prüfen müssen, wie wir Aus- und Fortbildungen in Blended Learning Formate bringen können. Das heißt, wir verknüpfen einen kleineren Teil Präsenzveranstaltungen mit Lerninhalten im Internet. Das können Videos, Texte, Bilder, Gruppenarbeiten und andere kreative Sachen sein. Im Tischtennis gibt es zum Beispiel bereits viele interaktive Videoanalyse.

Damit bist du bereits mitten im Thema. Was bewegt den alten und den neuen Schiedsrichterwart im TSV Anderten?

Urs: Wir haben über viele Jahre tolle Momente erlebt, uns weiterentwickelt, Regeländerungen umsetzen gelernt und die Faszination am Handball im Allgemeinen und der Schiedsrichterei im Speziellen bewahrt. Auch nach der Unterbrechung aktuell wird es weitergehen. Bei all dem sportlichen Auf und Ab hat uns das Thema Schiedsrichtermangel, quantitativ wie qualitativ, nie losgelassen. Da fehlen uns durchschlagende Lösungen.

Olli: Jeder kennt die Situation sonntags vormittags in der Halle, wenn der Schiri nicht auftaucht und die Mannschaften sich krampfhaft einigen müssen. Das sind konkrete Folgen des zum Teil wenig einladenden "Arbeitsumfeldes" für Unparteiische und vielen kleinen Faktoren wie dem Spagat zwischen schulischen und privaten Verpflichtungen.

Urs: Und am Ende müssen wir genau diese bunte Sammlung an Einflussfaktoren zusammentragen und Lösungen finden, die verschiedene Probleme zusammen beackern. Ein ausreichendes Bewusstsein für die riesen Chancen im Schiedsrichter-Sein ist da vielleicht ein Anfang. Zusammengefasst ist Schiri sein eine super Sache!

Olli: Das sehe ich auch so, nur dürfen wir nicht vergessen, dass Handball spielen und auch Trainer sein viel Spaß machen, Zeit und Ehrenamtliche fordern. Ich bin neugierig, ob wir da clevere Ideen mit allen zusammen sammeln können.

Was erwartet denn den Schiedsrichterwart zur neuen Saison?

Olli: Als Basisaufgaben gehören die Verteilung der Ansetzungen im Eisteichweg und in der Region dazu. Auch die Aus- und Fortbildung der TSV Schiedsrichter muss koordiniert werden. Der ein oder andere braucht ja auch mal eine freundliche Erinnerung (Urs schmunzelt zustimmend). Der Bereich Zeitnehmer/Sekretär spielt eine zusätzliche wichtige Rolle, in dem eigentlich noch ein passender zusätzlicher Ansprechpartner sinnvoll wäre. Darüber hinaus möchte ich das TSV Schiris Team immer wieder zusammenbringen, um die Gemeinschaft und den Austausch untereinander zu stärken. Alle sollen wissen, wie viel Teamgeist dazugehört.

Urs: Der Kreativität ist in dieser Funktion kaum eine Grenze gesetzt. Neben den "Verwaltungsaufgaben" ist eine moderne Aus- und Weiterbildung notwendig, um neue Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter zu gewinnen und die Begeisterung zu erhalten, wenn sie einmal entfacht ist. Ich drücke da Oli beide Daumen.

Olli: Danke. Von dem ein oder anderen aus dem Schiris Team kam schon ein Signal, sich auch abseits der Spielfläche mit zu engagieren. Da freue ich mich drauf. Zur Mini EM sind dann wieder alle gefordert.

Gemeinsam sind wir stark. Das haben wir von TSV Trainer Marco Palazzi auch schon gehört. Vielen Dank für den kurzen Ein- und Ausblick. Viel Erfolg zur neuen Saison! Und gut Pfiff natürlich auch!

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