Timo Weymann ist der nächste ausgebildete TSV Schiri. Er absolvierte beide Lehrgangsteile 2018 und ist ab sofort für Spiele in der Handballregion ausgebildet. Auch Theo Kracke und Ben Buddenbohm bestreiten 2018 die Ausbildung zum Schiedsrichter, folgen mit ihrem Teil 2 im August ins TSV Schiri Team. Wir haben Timo befragt...

Was war der Anstoß zur Teilnahme am Schirilehrgang?

Letzte Saison habe ich meine zwei ersten E-Jugend Spiele gepfiffen und es hat mir mehr Spaß gemacht, als ich es mir vorher vorgestellt habe. Dass ich als „unausgebildeter Schiedsrichter“ zwei E-Jugend Spiele gepfiffen habe, resultiert aus dem allgemeinen Schiedsrichtermangel. Es können nämlich nicht mehr alle Jugendspiele mit eigenen ausgebildeten Schiedsrichtern aus dem Verein geleitet werden. Die Spiele in den unteren Jugendmannschaften werden in den aktiven Mannschaften "aufgeteilt". 

Der zeitliche Aufwand für die Teilnahme an dem Lehrgang ist sehr überschaubar (2 x Freitagnachmittag und 2 x Tageslehrgänge am Samstag). Somit fiel die Entscheidung den Schein zu machen relativ leicht. Zum einen unterstütze ich dadurch die Handballabteilung des TSV Anderten (fehlende Schiedsrichter kosten Geld bzw. Punktabzug) und zum anderen unterstütze ich dadurch „meinen“ Sport in der Region, damit weiterhin genügend Schiedsrichter zur Spielleitung zur Verfügung stehen. Leider habe ich in der Vergangenheit selbst erfahren müssen, wie unangenehm es ist, wenn beide Mannschaften spielbereit sind und kein Schiedsrichter anwesend ist.

Wie hat dir der Lehrgang gefallen, was war interessant?

Zunächst einmal war ich überrascht, wie ausgeglichen das Teilnehmerfeld war. Im Alter zwischen 14 und 50 Jahren war alles vertreten. Der Lehrgang wurde von insgesamt drei Referenten geleitet (unter anderem ein Schiedsrichterkollege aus Anderten), die die vermeintlich trockene Regeltheorie anhand praktischer Beispiele (Videoszenen etc.) und eigenen Erfahrungen einfach und verständlich rübergebracht haben. Im praktischen Teil sind wir von den Referenten und ebenfalls von unseren „Teilnehmerkollegen“ konstruktiv bewertet worden bzw. haben selbst anhand vorgegebener Kriterien bewertet. Dies lief ganz sachlich ab. Es wurde sowohl positive Kritik angesprochen und auch Dinge, die verbessert werden sollten. Hier gab es bereits im zweiten Teil schon erhebliche Fortschritte zu erkennen.

Interessant war außerdem, dass die Regeltheorie nur einen Teil eines guten Schiedsrichters ausmacht. Während des Lehrgangs wurde ebenfalls großen Wert auf das Auftreten der einzelnen Person bzw. des Gespanns, sowie Körpersprache etc. gelegt. Der Lehrgang ist mit einer theoretischen und praktischen Prüfung abgeschlossen worden.

Warum sollten aus deiner Sicht dir weitere Handballer folgen?

Wie bereits gesagt, ist der zeitliche Aufwand den Schein zu machen sehr überschaubar. Es macht Spaß die Perspektive zu wechseln und viele Entscheidungen, die man als Spieler kritisiert erscheinen nun in einem ganz anderen Licht. Je nach eigenem Anspruch, kann man auch als Schiedsrichter in den Leistungsklassen aufsteigen (soweit bin ich allerdings noch nicht ;-) ) Die „Verpflichtungen“, die man in der Saison eingeht, halten sich ebenfalls in Grenzen. Damit der Schiedsrichterschein erhalten bleibt, müssen mindestens vier Spiele pro Saison geleitet werden – bei der max. Anzahl der Spiele sind keine Grenzen gesetzt. Bei den Spielansetzungen werden die eigenen Wünsche berücksichtigt (zeitlich, welche Mannschaften und welche Spielklassen man pfeifen möchte). Sollte man weniger mobil sein, werden auch Jugendspiele der Heimmannschaft auf das o.g. Kontingent angerechnet. Weiterhin werden die Spiele und die Fahrtkosten vergütet. Alles in allem bin ich auf die neue Herausforderung gespannt und freue mich auf tolle Spiele unter eigener Spiellleitung.

 

Newsflash

Unser Jahresrückblick

in Bildern

Ab sofort sind in unser Galerie aktuelle Bilder der Anderter Jungs

Zur Eisteicharena

Sponsoren

duve 167x61easy-fitnessBenckendorf Logo Web 167x61

Spenden

Unterstützen Sie die Handballabteilung des TSV Anderten. 

Erfolgreiche Jugendarbeit ist mit reinen Vereinsbeiträgen kaum zu leisten. Wir freuen uns daher über jede Spende.