Die Saison ist beendet, die nächste steht schon bald vor der Tür. Ein Problem, das bereits in den vergangenen Jahren offensichtlich wurde und nun mehr denn je brennt, ist der Mangel an Unparteiischen. "Der Schiedsrichtermangel schlägt in der Basis schon länger zu", betont TSV Schiedsrichterwart Urs Mücke und ergänzt: "hinter den Kulissen werden viele Spieleinsätze auf eigentlich zu wenige Schultern verteilt. Darunter leidet die Motivation, die Qualität und viele verpassen die Chance über eine Schiedsrichterausbildung eine klasse persönliche Weiterentwicklungsmöglichkeit zu erleben."

Für alle Punktspiele, intern im Eisteichweg wie extern außerhalb Andertens, werden unparteiische Schiedsrichter benötigt. Wie viele das je Verein mindestens sein müssen, richtet sich nach den aktiven Mannschaften, sonst verlieren die Vereine hunderte Euro über ausgleichende Gebühren. "Und das sind nicht ganz wenig im TSV Anderten", weiß Mücke. Je Mannschaft sind mindestens 1,5 Schiedsrichter zu melden. Halbe Schiedsrichter gibt es zwar nicht, ein Spiel ohne Schiedsrichter macht aber unter Umständen viel Ärger und Stress. Möglichkeiten zur Ausbildung hat die Handballregion mehrere geschaffen. In zwei Teilen (jeweils Freitag Abend und Samstag) werden alle Grundkenntnisse vermittelt, um fit in die ersten Einsätze zu starten. "Dann sind wir als Vereine gefordert, unsere Schiedsrichter zu hegen und zu pflegen", erklärt der Schiedsrichterwart, selbst ehemaliger Bundesligaschiedsrichter. Das sei manchmal nicht einfach zu vermitteln, warum es auch Spaß machen könne in einer Sporthalle angeschriehen zu werden. "Da müssen wir als Schiedsrichter manchmal durch, schön ist das trotzdem nicht. Am Ende ist es ein klasse Training von Soft Skills, die nicht zuletzt in Ausbildung, Studium und Beruf gefordert werden." Für den TSV Anderten sind aktuell lediglich 3 Sportler zur Ausbildung angemeldet.

 

Im Team der TSV Schiris unterstreichen die persönlichen Werdegänge den Gewinn durch den Schiedsrichtereinblick. Neben zwei Medizinern sind auch international aktive Schiedsrichter, extrem ehrenamtlich engagierte Sportler und Personal aus großen Firmen als Unparteiische im Einsatz.

Wen es eher an die Seitenlinie verschlägt und wer das Team ergänzen möchte, findet in der offiziellen Zeitnehmerausbildung einen guten Einstieg und eine wichtige Unterstützungsmöglichkeit. Am kommenden Wochenende steigt in Anderten im Schützenhaus ein ausgebuchter HVN-Lehrgang für ebendiese wichtige Funktion. "Wir sind unseren Ehrenamtlichen extrem dankbar. Ohne sie funktioniert Vereinssport nicht", stellt Mücke klar. Bei all den Angeboten sei es nun an den Vereinen, Ehrenamtliche vom Wert und der Notwendigkeit von Engagement zu überzeugen. Dann müssen die Aktiven nachziehen.

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