Weihnachtszeit und Jahreswechsel sind die Phase der Jahresrückblicke auf allen Kanälen. Marco, hast Du einen Jahresrückblick in einem Satz parat?

2017 war wieder ein Handballjahr, in dem wir unserem Vereinsmotto „mehr als Sport“ gerecht geworden sind.

Im vergangenen Handballjahr 2017 gehörte eine spannende Mini-WM zum Jahresauftakt, eine klasse Resonanz zur Ferienfreizeit Schloß Dankern und eine interessante Beachhandballzeit zum bunten Angebot. Was war dein persönliches Highlight?

Die Mini-WM und Schloß Dankern sind über die Teilnehmerzahl und die Kraft der Veranstaltung schon etwas besonderes.

Sportlich ging es für viele Teams auf und ab, einige blieben unter den Erwartungen. Wie wichtig sind sportliche Erfolge der Jugendmannschaften?

Wir brauchen den Leistungssport in Anderten, um unsere gesteckten Ziele zu erreichen. Die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen, die sportliche Weiterentwicklung und Soft Skills lassen sich im Leistungshandball gut fördern. Der Blick auf die aktuelle Situation muss von allen selbstkritisch aber konstruktiv gehalten werden. Es heißt Ärmel hochkrempeln und Impulse setzen.

 

Was wird 2018 ein wichtiger Schlüssel für sportliche Leistungssteigerungen?

Wir müssen uns ganz klar im Personalbereich verstärken. Die fachliche Entwicklung muss kontinuierlich funktionieren und wir müssen auf langfristige Projekte setzen. Die Faktoren Zuverlässigkeit und Kontinuität sind in meinen Augen entscheidend.

Bei all den Angeboten rund um die 40x20m Spielfläche kann man fast den Überblick verlieren. Wie klappt das alles?

Das Gute ist, man ist nicht allein aktiv und nicht allein verantwortlich. Das Team drumherum ist bei all den Aktivitäten extrem wichtig. Sehr dankbar bin ich zum Beispiel dem Betreuer-Team für Schloß Dankern. Viele fahren seit Jahren mit, sind zuverlässige Mitstreiter, die jedes Jahr eine Woche Urlaub für den Handballnachwuchs hergeben. Dieses "Vereins-Familie leben" geht phasenweise leider unter. Wir müssen wieder auf den Unterschied zwischen "reden und machen" achten. Das funktioniert nur auf ausreichend vielen Schultern.

Das ist ein Thema, an dem sich einige schon versucht haben. Wie soll das funktionieren?

Wir sind als Verein und als Abteilung im Speziellen eben kein Fitnessstudio. Wir wollen kein reiner Dienstleister sein, einige erwarten hier „Beiträge zahlen und Leistung abrufen“. Geselligkeit punktuell abzurufen ist keine Lösung. So funktioniert Vereinsleben nicht und verliert seine vielen Vorteile gegenüber der Anonymität des Studios. Die menschlich immens wichtigen Faktoren im Verein unterscheiden uns vom Hantelbereich.

Die Fitnessstudios machen reichlich Werbung. Wie geht ein Verein das an?

Klar steht persönliches Ansprechen im Vordergrund. Viele müssten das Bewusstsein für notwendige ehrenamtliche Aufgaben eigentlich über die Jahre als „Konsument“ entwickelt haben. Wenn nicht, müssen wir helfen diese Aufmerksamkeit zu schaffen. Betteln ist meiner Meinung nach allerdings fehl am Platz. Die Konzentration auf Einzelne kostet einfach wahnsinnig Kraft. Und es wird nicht einfacher dadurch, dass nur einiges sichtbar wird hinter dem viel Zeit steckt. Vieles ist und bleibt unsichtbar nach Außen, auch wenn viel persönliches Engagement dahinter steckt. Wir müssen weg von persönlichen Interessen hin zum Team.

Wenn der Weihnachtsmann nachträglich auch Handballerwünsche von Dir erfüllen könnte, was wäre dein Wunsch?

2018 möchte ich mit mehr ehrenamtlich engagierten, fachlich interessierten und zuverlässigen Mitstreitern tolle Projekte angehen. Wenn der Weihnachtsmann hier unterstützend eingreifen könnte, wäre das sicher hilfreich.

Vielen Dank Marco. Einen guten Start ins neue Jahr! Die Handball-Mini-EM am ersten Januarwochenende wird das erste Highlight in Anderten!

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