Urs-Muecke-640Hallo Urs. Du bist ein paradebespiel eines echten Anderter Jungen: Du spielst seit deiner Kindheit Handball im TSV Anderten, hast dein freiwilliges soziales Jahr bei TSV absolviert, einen Schiedsrichterschein gemacht und engagierst Dich seit mehreren Jahren im Handballvorstand als Schiedsrichterwart. Aber das ist Dir nicht genug – ebenfalls trifft man Dich im Rahmen der Handball-Mini-EM/WM mit der Veranstaltungsplanung beschäftigt, Du schreibst und layoutest die HSV-Homepage sowie das Hallenheft und fungierst sogar als stellvertretender Abteilungsleiter der Handballsparte. Erzähl uns doch mal, wie kam es zu diesen vielen verschiedenen Ehrenämtern?

Man braucht wie so häufig im Leben jemanden, der einen für etwas begeistert. Ich habe „klein“ als Übungsleiterassistent bei Marco angefangen, mein Taschengeld aufgebessert und viel Spaß gehabt. Anschließend habe ich parallel zum eigenen Spielen eine eigene Mannschaft trainiert und bei Spielen begleitet. Dann kam der Schirischein und die Begeisterung für dieses spannende Hobby. Immer wieder gab es dabei andere, die mich „an die Hand“ genommen haben und mir zeigen konnten: hey, dein Engagement lohnt sich, das ist klasse.

Manchmal ist es schwierig die Aufgaben eines Ehrenamtes richtig einzuschätzen. Kannst Du uns erzählen welche Tätigkeiten Du im Rahmen der verschiedenen Ehrenämter ausführst und wie viel Zeit diese in Anspruch nehmen?

Als Schiedsrichterwart bemühe ich mich um die Aus- und Fortbildung von Schiedsrichtern, plane gemeinsam mit Jesper Stumpfe die Ansetzungen und stehe für Fragen zur Verfügung. Im Abteilungsvorstand gibt es eine ganz bunte Palette an Aufgaben. Insgesamt brauche ich jede Woche mehrere Stunden für meinen Verein, ohne dass ich zur Zeit aktiv spiele.

Das ist aber eine ganze Menge. Wird Dir das, jetzt nach Deinem Medizinstudium nicht irgendwann zu viel oder stressig?

Es tauchen immer wieder Grenzen auf, die man für sich erkennen und dann mit anderen kommunizieren muss. Arbeit muss auf Schultern verteilbar sein, damit sie zu schaffen ist. Insgesamt macht mir das Ehrenamt viel Freude, macht mich fit für meinen Job und hält Freundschaften aufrecht, die ich seit über einem Jahrzehnt habe.

Wie mittlerweile bekannt, sind auch dies schon wieder alles Aufgaben, die im Hintergrund ablaufen. Aufgaben, die keiner sieht und doch ein sehr wichtiger Bestandteil sind, um sowohl einen reibungslosen Spielbetrieb als auch eine positive Wahrnehmung der Handballabteilung in der Öffentlichkeit aufrecht zu erhalten. Kann man Dich und damit auch die Handballabteilung an irgendwelchen Stellen unterstützen?

Auf jeden Fall! Ganz wichtig ist die Bereitschaft, sich etwas Neues zu trauen. Ob das der Schiedsrichterschein ist, ein Besuch in einer Vorstandsrunde um eine Projektidee vorzustellen oder ein spannender Bericht für die Homepage, es gibt immer etwas auch in sehr unterschiedlichem Umfang beizutragen.

An welchen Stellen siehst Du aktuell noch aktiven Unterstützerbedarf?

Unbedingt bei den Schiedsrichtern. Wir haben viele tolle Teams, die alle am Wochenende gegen anderen Mannschaften antreten möchten. Das funktioniert in Anderten und der Region nur mit neutralen Schiedsrichtern.

Da heutzutage leider viele Leute meinen, sie würden neben Beruf und Familie keine Zeit mehr für ein Ehrenamt haben, ist es schwer weitere engagierte Helfer und Helferinnen zu finden. Was kannst Du Anderen sagen, die noch unentschlossen sind ein Ehrenamt zu übernehmen?

Der erste Schritt ist der schwierigste! Manchmal muss man einen kleinen Moment mutig sein! Meistens merken die Menschen schnell, dass Ehrenamt viel Spaß macht und viel mehr zu bieten hat als ein zusätzliches Taschengeld. Mit anderen etwas zu schaffen, sich persönlich weiterzuentwickeln und das in einem Umfeld, in dem man viel lieber auch mal etwas verkehrt machen darf als im Beruf, das ist sehr wertvoll. Sich auszuprobieren ist vielleicht auch so etwas wie erwachsen werden.

Und was motiviert Dich das Vereinsleben des Anderter Handballsports aktiv mitzugestalten?

Seit Jahren habe ich spannende Kontakte und tolle Freundschaften, die mein Leben abseits der Klinik spannend und noch schöner machen. Gemeinsam etwas für andere zu erreichen ist klasse. Als Spieler habe ich vor 15 Jahren davon profitiert, als Schiedsrichter die letzten 10 Jahre und heute gebe ich auch etwas zurück.

Gibt es irgendetwas das Du unseren Lesern noch sagen möchtest?

Eine Sekunde mutig sein!

Urs QuatschenMit Deiner ruhigen, sachlichen, ehrlich engagierten und lösungsorientierten Art, bist Du zu einem sehr wichtigen sowie festen Bestandteil der Handballabteilung geworden. Du guckst nicht nur „über den Tellerrand“, Du packst auch immer da an wo Hilfe gefragt und übernimmst Verantwortung - Wir danken Dir für all Deine Zeit und Dein bisher erbrachtes Engagement. Auf eine weiterhin so tolle Zusammenarbeit mit Dir - Vielen Dank, Urs!

 

 

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